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Sommergrippe –

Wenn ein grippaler

Infekt die schönen

Sommertage stört

Gesundheitsblog Juli 2018

Sommergrippe – Wenn ein grippaler Infekt die schönen Sommertage stört

Draußen strahlt die Sonne, die Temperaturen laden zum Baden oder ausgiebigen Picknick unter blauem Himmel ein. Und dennoch möchten Sie sich am liebsten im Bett verkriechen, weil Sie sich elend fühlen, der Hals kratzt und die Nase läuft? Dann haben Sie sich möglicher Weise eine Sommergrippe eingefangen.

Einordnung

Der Begriff „Sommergrippe“ ist ein wenig irreführend. Es handelt sich dabei nicht um eine „echte“ Grippe (auch Influenca genannt) wie wir sie hauptsächlich aus dem Winter kennen, sondern vielmehr um einen grippalen Infekt oder anders ausgedrückt um eine Erkältung. Auslöser sind immer Viren. Während für einen grippalen Infekt im Winter weit über 100 verschieden Virenarten in Frage kommen, sind es bei einer Sommergrippe vor allem sogenannte Enteroviren, die uns das Leben schwer machen. Viren, die sich auch bei hohen Temperaturen noch wohl fühlen und deshalb vermehrt in den Sommermonaten auftreten. Eine winterliche Erkältung und die Sommergrippe ähneln sich stark in ihrer Symptomatik. Die „echte“ Grippe unterscheidet sich von diesen grippalen Infekten stark im Schweregrad und Krankheitsverlauf. Mehr dazu können Sie in unserem Blogbeitrag „Erkältung oder Grippe“ nachlesen.

Ansteckung und Risikofaktoren

Die Übertragung der Erreger erfolgt von Mensch zu Mensch. Deshalb ist die Ansteckungsgefahr immer dort besonders groß, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen wie z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Freibad und im Großraumbüro. Tückisch an der Sommergrippe ist dabei, dass eine infizierte Person schon dann ansteckend sein kann, wenn sie selbst noch keinerlei Symptome spürt. Da Enteroviren sich im Darm vermehren und mit dem Stuhl ausgeschieden werden, verbreiten sich die Viren vor allem durch die sogenannte Schmierinfektion (Händeschütteln, Berühren von Gegenständen, an denen Erreger haften, z.B. Türklinken). Seltener erfolgt eine Übertragung durch Tröpfcheninfektion (Anniesen oder Anhusten).

Die Ansteckungsgefahr steigt, wenn das eigene Immunsystem geschwächt ist. Auch im Sommer gibt es zahlreiche Risikofaktoren, die eine Belastung für die körpereigene Abwehr darstellen. So können lange Aufenthalte in praller Sonne, nasse oder verschwitzte Kleidung und zu kalt eingestellte Klimaanlagen das Immunsystem stark strapazieren.

Symptome und Behandlung

Eine Infektion mit Enteroviren kann verschiedene Krankheiten auslösen. Dabei zeichnet sich die Sommergrippe durch typische Erkältungs-Symptome wie Schnupfen und Husten sowie Kopf-, Hals- und Ohrenschmerzen aus. Zudem bringt eine Sommergrippe häufig auch Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen mit sich. Auch kann es zu leichtem Fieber mit Schüttelfrost und Gliederschmerzen kommen.

Meist handelt es sich um eine harmlose Erkrankung, die nach wenigen Tagen überstanden ist. Hat es Sie erwischt, sollten Sie Ihrem Körper vor allem viel Ruhe gönnen. Verzichten Sie auf körperliche Anstrengungen und trinken Sie viel Tee oder Wasser. Sofern Sie kein Fieber haben und sich fit genug fühlen, können Spaziergänge an der frischen Luft helfen, den Kreislauf anzukurbeln und das Immunsystem zu stärken. Verlegen Sie Spaziergänge an besonders warmen Tagen allerdings in die kühleren Morgen- oder Abendstunden, um den Organismus durch hohe Temperaturen und pralle Sonne nicht zusätzlich zu belasten.

Falls sich nach 2-3 Tagen keinerlei Besserung Ihrer Beschwerden einstellt oder Sie hohes Fieber haben, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Ansonsten sind auch wir gern für Sie da, um Ihre Fragen rund um die Sommergrippe und mögliche Behandlungsmethoden zu beantworten.

Wie Sie einer Sommergrippe vorbeugen können

Folgende Maßnahmen können helfen, sich vor einer Sommergrippe zu schützen:

  • Gründliche Hygiene 
    Durch regelmäßiges, gründliches Händewaschen können Sie verhindern, dass Erreger über Ihre Hände in den Mund und somit über die Schleimhäute in Ihren Organismus gelangen.

  • Händeschütteln vermeiden
    Da eine Sommergrippe hauptsächlich durch Schmierinfektion übertragen wird, sollten Sie große Menschenansammlungen und vor allem Händeschütteln vermeiden. Versuchen Sie, Ihre Hände zu schützen, z.B. mit einem Taschentuch, wenn Sie Türklinken oder andere Gegenstände in öffentlichen Einrichtungen oder Verkehrsmitteln berühren.

  • Gesunde Ernährung
    Eine gesunde und ausgewogene Ernährung stärkt Ihr Immunsystem und ist somit ein guter Schutzschild gegen Krankheitserreger. Waschen Sie Obst und Gemüse dabei immer besonders gründlich.

  • Viel Bewegung
    Regelmäßige Bewegung in Form von Spaziergängen oder Sport stärkt Ihr Immunsystem und erschwert Krankheitserregern das Eindringen in Ihren Organismus.

  • Wechseln Sie nach dem Baden die nasse Kleidung gegen trockene
    Auch bei hohen Temperaturen kühlt unsere Haut unter nasser Kleidung aus, schwächt das Immunsystem und öffnet damit die Türen für Keime und Bakterien. Auch sollten Sie durchgeschwitzte Kleidung nicht lange am Körper tragen und Zugluft oder zu kalt eingestellte Klimaanlagen meiden.

  • Sonnenanbeter sollten vorsichtig sein
    Auch wenn Sie die Sonne lieben, sollten Sie Ihren Körper vor zu intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Sie kann die Immunabwehr schwächen und so eine Sommergrippe begünstigen.